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 Die große Lichtung

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Die Götter
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BeitragThema: Die große Lichtung   Die große Lichtung EmptyMi Mai 21, 2014 8:52 am

Die Lichtung liegt im Herzen des Smaragdreiches
und dient als gerngesehener Treffpunkt zum Training
aller Schüler des Reiches. Sie ist so groß, dass man
hier ein ganzes Dorf errichten könnte. Jedoch bevor-
zugen die Legendenwandler die Sicherheit des Waldes.

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Darkness
Once there were two moons in the sky, but one wandered too close to the sun and cracked from the heat. A thousand thousand dragons poured forth, and drank the fire of the sun. That is why dragons breathe flame. One day the other moon will kiss the sun too, and then it will crack and the dragons will return.

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BeitragThema: Re: Die große Lichtung   Die große Lichtung EmptySo Dez 07, 2014 7:55 pm


Irgendwer
Ort: Am Rand der Lichtung
Cheveyo sah sich einmal auf der Lichtung um. Es schien keiner hier zu sein. Alle schienen etwas andere zu tun zu haben als ihre Schüler zu trainieren oder diesen Ort zu genießen. Vielleicht befanden sie sich auch im Wald, wo sie sich alle immer wohler fühlten. Cheveyo mochte den Wald auch, doch diese Lichtung war ihm viel lieber. Einige konnten es nicht wirklich nachvollziehen, doch das lag einfach an seiner Kraft. Hier konnte er viel besser in der Sonne liegen und die Wärme und Energie genießen, die er von ihr bekam. Es war wirklich einfach nur schön.
Cheveyo schüttelte seinen geweihten Kopf einmal und trappte leicht an der Lichtung entlang. Er würde kein Risiko ein gehen. Zwar konnte er schnell rennen und auch sein Feuer würde ihm helfen, doch er wollte lieber in Ruhe ein schönes Sonnenbad nehmen wie eine Katze.
Geräuschlos zog er seine zweite Runde um die Lichtung und Prüfte noch einmal die luft ob auch wirklich keiner in der Nähe war. Zwar hatte man ihn Verband, doch der Wandler würde sich nicht davon abhalten in seiner eigentlichen Heimat hinzulegen und in Ruhe ein Sonnenbad zu nehmen. Damit verstieß er kein Gesetzt, würde er noch zum Reich gehören. Nun konnte er nicht mehr so sehr entspannen, doch hier war ein Schöner Platz und das Risiko ging er ein.
Nachdem er sicher war, dass auch wirklich keiner dort war schlüpfte das hirschartige Wesen aus dem sicheren Schutz der Bäume heraus und trat auf die Lichtung. Es blieb nahe der Bäume, aber weit genug weg um sich hinzu legen und alles zu genießen. Das schwarz-blaue Fell verriet ihn schnell wieder weswegen er noch ein Stück vorsichtiger sein musste, doch das würde er schon schaffen. Er brauchte nur einen Ort an den man ihn nicht zu schnell sah. Das Wesen legte sich in eine Ecke der Lichtung, die weniger benutzt wurde und rollte sich leicht wie eine Katze zusammen, was man nicht sofort erwarten würde. Doch Cheveyo war kein normales Tier. Nicht ohne Grund gehörte er früher einmal zum Smaragdreich und war ein Krieger gewesen. Heute war er bloß ein Schatten, weil er die Grenzen nicht respektiert hatte. Sein Fehler. Oder eher seine Entscheidung. Er wollte nicht wieder ein gesperrt sein und selbst wenn das Gebiet groß war hielten ihn Regeln doch zurück, dass zu tun was er wollte. Hielten ihn zurück vielleicht eine Liebe in einem anderen Reich zu finden. Auch wenn er nicht gerade auf Liebe aus war, doch wer weiß. Vielleicht traf er ja wieder auf eine Elisabeth.
Cheveyo hob noch einmal den Kopf als er es rascheln hörte. Doch er entschloss, dass es bloß der Wind war, der über die Lichtung fegte und etwas an seinem langen Fell zerrte.
Cheveyo legte seinen Kopf wieder zurück auf den Boden und legte seinen Schwanz um seinen Körper, während er mit seinem Sonnenbad begann. Leider war es Nacht. Doch das wenige Licht der Sonne, dass durch andere Sterne und dem halben Mond reichte ihm um sich ein wenig von dem Tag zu erholen.
© Rosemarie Jeremias
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BeitragThema: Re: Die große Lichtung   Die große Lichtung EmptyDi Apr 12, 2016 9:40 pm

Wer will? Cheveyo Akecheta

Ich war nun schon lange durch das neue Land gelaufen, was ich entdeckt hatte. Und je länger ich unterwegs gewesen war, desto dunkler war es geworden. Ich bemerkte allmählich die Müdigkeit, die sich in mir breit machte. Kein Wunder - ich hatte alleine schon auf meiner Reise von Stockholm nach Paris nicht viel schlafen können. Die Ereignisse der letzten Zeit hatten mir sehr zu schaffen gemacht. Ich sehnte mich von Minute zu Minute mehr nach Normalität. Mein ganzes Gepäck, das ich nach wie vor bei mir trug, nahm mir allerdings diese Wunschvorstellung ließ mich nicht leichter gehen. Ich kam mir heimatlos und alleine vor, wünschte mir wenigstens eine einzige Menschenseele, die mir Kontakt gab, mir sagen konnte wo ich mich befand und vor allem wie ich aus diesem Irrwald herausfinden konnte.
Mir wurde allmählich kalt. Und meinen Mantel musste ich auf dem Weg in diese fremde Welt verloren haben. Nur meine Mütze, die ich beim Reisen trug, hatte ich noch, um mich wenigstens ein wenig zu wärmen. Doch was soll's - ich hatte schon manch andere kalte Nacht überlebt, also würde ich es diese Nacht auch schaffen.
Nach einiger weiterer Zeit, die ich mit Laufen innerhalb dieses verworrenen Waldes verbrachte, erreichte ich endlich eine Lichtung. Doch wie erwartet, war auch hier weit und breit kein menschliches Wesen zu entdecken. Doch am Rande der Lichtung war ein fremdartiges Wesen zu sehen. Ich legte meine Sachen ab und näherte mich dem Tier. Anfangs dachte ich es wäre ein Hirsch oder Elch, aber je näher ich dem Wesen kam, desto eigenartiger erschien es mir. Ubd was viel seltsamer war, es schien wärmer zu werden, je dichter ich an dem hirschartigen Tier war.


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BeitragThema: Re: Die große Lichtung   Die große Lichtung EmptyMo Mai 30, 2016 1:33 pm


Er spürte die andere Wärmequelle in seiner Nähe. Sofort wurde das hirschartige Wesen aufmerksam und es erhob seinen geweihten Kopf. Mit klaren, dunklen Augen beobachtete es die Person die auf sie zu kam. Cheveyo fragte sich was die Frau hier zu suchen hatte. Doch so wie sie aussah mit all dem Gepäck schien sie neu hier zu sein.
'Wahrscheinlich eine neue Wandlerin', dachte sich Cheveyo und ließ sie noch ein klein wenig näher kommen. Er spielte mit dem Gedanken einfach weiter in seiner Gestalt zu bleiben und sie denken zu lassen hier gäbe es wilde Fantasiewesen die keine Wandler waren. Was für ein Spaß das gewesen wäre. Doch irgendwie wirkte sie ein wenig verzweifelt.
Er war also nachsichtig und verschwand kurz in den Wald um seine Sachen zu holen und sich von einem hirschartigen Wesen und einen großen männlichen Menschen zu verwandeln. Ein paar Flammen blitzen zwischen den Bäumen hervor, zwischen denen er verschwunden war. Seine Verwandlung lief zwar ziemlich natürlich ab, in dem sich seine Glieder einfach verformten, wie beim wachsen vom Kind zum Erwachsenen nur halt in Sekunden. Doch so kamen die Flammen immer wieder um ihn zu schützen. In diesen Momenten war er immer am verletzlichsten.
Sobald Cheveyo wieder ein Mensch war und eine Hose am Leib trug kam er aus dem Wald heraus und zog sich auch schon ein Hemd über. Der Anstands willen. Er hatte kein Problem damit nackt vor ihr zu stehen, doch für gewöhnlich hatten die anderen ein Problem damit.
"Ma'am, darf ich wissen was sie hier her führt?", fragte er sie neugierig mit seiner tiefen dunklen Stimme. Er lächelte einmal und knöpfte sich die letzten Zentimeter seines Hemdes zu um den groß Teil seiner Tattoos zu verstecken. Jedoch würden seine Hände und Füße noch genug Bilder zeigen. Jeder in diesem Reich trug sein eigenes Zeichen. Seins war jedoch zwischen all den Bildern gut versteckt. Mal schauen ob sie wohl sein Zeichen erkennen würde oder es vertauschte wie manch anderer. Die Tattoos waren nämlich genauso klar wie das, was ihn als Wandler kennzeichnete.
Cheveyo blieb ein paar Schritte vor der Frau stehen und strich sich einmal die dunklen Haare aus dem Gesicht. Japp sie war definitiv neu hier.
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BeitragThema: Re: Die große Lichtung   Die große Lichtung EmptySo Jun 12, 2016 9:32 pm

Cheveyo Akecheta

Es war so ein besonderer Moment, als das hirschartige Geschöpf mich anblickte. Besonders in der Hinsicht, weil es so fremdartig war. Es löste dasselbe fremdartige Gefühl in mir aus, was diese gesamte Welt in mir verursachte. Es passte auf jeden Fall hierin.
Enttäuscht sah ich dem Tier nach, als es zwischen den Bäumen verschand. Es war ein schönes Wesen gewesen. Ich war mir allerdings nicht sicher, ob ich wirklich glauben sollte, was ich gesehen hatte, denn etwas weiter als an der Stelle, an der das Tier verschwunden war, leuchtete etwas auf. Es hatte die Farbe von Flammen. Ich wollte hingehen, aber ich beschloss dann doch es nicht zu tun. Was könnte ich schon ausrichten? Zudem verschwand das Leuchten. Umso verwunderter war ich dann, als an der gleichen Stelle ein junger Mann die Lichtung betrat. Okay, er war älter als ich. Aber auf keinen Fall hatte er bereits 30 Jahre aus dem Buckel. Und er war riesig! Er musste mindestens zwei bis drei Köpfe größer als ich sein. Das war zwar keine Schwierigkeit, aber ich stand zu meiner Größe. Klein, aber fein.
Der Mann kam auf mich zu. Erst jetzt fiel mir auf, dass er tätowiert war. Nicht nur ein bisschen, sondern sogar sehr viel, was er mit dem Hemd, das er sich gerade zuknöpfte, offenbar verstecken wollte. Und auch er hatte so eine eigenartige Ausstrahlung... Er wirkte wie ein Teil dieser Welt.
Ich musste wohl verwirrt ausgesehen haben, denn der Mann sprach mich an. Seine Stimme irritierte mich, aber ich hatte schon unheimlichere Stimmen gehört. Unsicher blieb ich kurz stumm. Er hatte sofort gesehen, dass ich kein Junge war? "Ich... bin mir nicht sicher. Ich bin einfach hier gelandet..." Ich klang sehr verloren, das war mir bewusst. Aber das war ich auch. Ich hatte keine Ahnung wo ich war, ich war müde, wurde allmählich hungrig und frieren tat ich auch ein wenig. Ich rieb mir die Arme. Warum musste ich auch meine Jacke verlieren!
"Können Sie mir vielleicht weiterhelfen?" Mein französischer Akzent war deutlich zu hören. Ich blickte den Unbekannten freundlich, aber dennoch leicht hilflos an. Ein wenig einschüchternd wirkte er schon, aber London bei Nacht war mir damals unheimlicher vorgekommen.

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BeitragThema: Re: Die große Lichtung   Die große Lichtung EmptyMo Jun 20, 2016 9:55 pm


Es war schon irgendwie ein wenig unterhaltsam ihr dabei zu zusehen, wie sie immer hilfloser erschien. Zwar war seine Gestalt auf den ersten Blick ein Pflanzenfresser, da alles auf einen Hirsch deutete, doch Cheveyo wusste es schließlich besser. Seine Instinkte waren die selben bei einem Raubtier.
Neugierig blieb er direkt vor ihr stehen und lächelte sie einmal unschuldig an. Vielleicht konnte er ihr ja das Reich ein wenig zeigen. Doch er sollte er wohl herausfinden zu welchem Reich sie gehörte. Damit Karu und die anderen wussten, dass es ein neues Mitglied gab. Damit sie ihr helfen konnten und ihr alles klar und deutlich bei bringen. Damit die kleine Frau wusste, wie es hier ab lief und sie keine Angst haben musste. Das wäre der richtige Weg gewesen. Doch Cheveyo spürte nicht das verlangen Karu oder den anderen Anführern den Gefallen zu tun.
"Was glauben sie denn wo sie gelandet sind?", fragte er sie ruhig und freundlich. Er wollte ihr schließlich nichts böses. Also blieb Cheveyo vor ihr stehen und verschränkte die Arme hinterm Rücken so gut er konnte. Mit wachsamen Blick hielt er sie und die Umgebung im Auge und fragte sich, wie lange sie wohl ungestört hier bleiben konnten. Es müssten bald wohl ein paar der anderen kommen. Er sollte sie am besten hier weg bringen. Am besten erst einmal in die Stadt.
Sobald sie kurz geregelt haben, wo sie sich befanden würde es also zur Stadt gehen und er könnte ihr auf den Weg dorthin all ihre Fragen beantworten, wenn ihm danach war.
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BeitragThema: Re: Die große Lichtung   Die große Lichtung EmptyMi Sep 21, 2016 5:21 pm

Cheveyo Akecheta

Wo ich gelandet war...? Ich legte kaum merklich den Kopf schief. Der Mann war mir suspekt. Zum Einen, weil er nicht direkt auf meine Fragen antwortete und zum Anderen, weil er eine sehr seltame Ausstrahlung und Haltung angenommen hatte. So eine Gestalt wie er war mir noch nicht untergekommen. Er hatte auf irgendeine Art und Weise etwas mit dem Tier gemeinsam, das ich eben noch gesehen hatte, aber irgendwo hatte der Mann auch etwas Raubtierhaftes.
"Ich weiß es nicht," war schließlich alles, was ich sagte, was ja nun auch stimmte. Alles, was ich wusste war, dass das hier nicht mehr außerhalb von Paris war. Irgendwie.
"Das hier ist nicht Frankreich, habe ich recht?", fragte ich vorsichtshalber. Ich blickte den Hünen an, der mit wachsamen Blick die Umgebung zu beobachten schien. Irgendwann bekam man einen Blick für so etwas. Ich tat es ihm schließlich gleich.
Ich fror noch immer und rieb mir weiterhin die Arme. Der Herbst war offenbar auch in dieser Welt, oder wo auch immer ich nun war, eingetroffen.
"Werden Sie verfolgt oder dergleichen?", fragte ich nach einer Weile des Schweigens. Mir lief ein kleiner Schauer über den Rücken als ich an meine Erfahrung mit Verfolgungen dachte. Stockholm war nun nicht gerade der Ort, an den ich mit Freuden zurückdachte. Da gab es schon andere Punkte meiner Reisen, die mir besser gefallen hatten. Dennoch hatte mir das Ereignis damals zu denken gegeben. Die Tatsache, dass ich irgendwie mit meinen Händen den Mann umgebracht hatte, ohne ihn zu berühren, wollte einfach nicht in meinen Kopf hinein gehen. Wie konnte so etwas sein? Das verstieß gegen alle Gesetze der Physik, die mir im Kindesalter beigebracht wurden.
Mir gefiel die Stille nicht, die auf der Lichtung lag und den Riesen und mich einhüllte. Ich wollte nur zu gerne, dass sie endete.

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BeitragThema: Re: Die große Lichtung   Die große Lichtung EmptyDi Okt 18, 2016 12:13 am


Es amüsierte den Gestaltwandler immer mehr der kleinen Frau zu zusehen. Ihre Verwirrung und Unsicherheit war irgendwie...niedlich. Sie erinnerte ihn an alle neuen Wandler die hier einfach herein gepurzelt waren und sich in der neuen Welt verirrt hatten. Die meisten wollten nicht glauben was sie waren oder wussten es noch gar nicht. Manch ein kleines Kind kam durch das Tor und hatte sich hier schon verirrt. Als er noch in seinem zugehörigem Reich wohnte hatte er oft mit angesehen wie der Anführer ihnen allen geholfen hatte. Fürsorglich wie ein Vater und Aufmerksam war er mit ihnen Umgegangen und hatte ihnen alles gezeigt. Ziemlich verwöhnt, wenn man Cheveyo fragen würde. Aber das tat ja keiner. Mit ihm redete nur noch wenige. Am meisten die Unwissenden, wie diese Dame.
Der Gedanke, dass sie es herausfinden würde war ihm zu wider. Dann könnte er gar nicht seine kleinen spielchen Spielen. Er könnte doch Tatsächlich Karu gegenüber treten und hätte sogar ein perfektes Motiv sich wieder ins reich einzuschleichen und ein paar alte Bekannte zu ärgern. Der gedanke gefiel dem Gestaltwandler und ein dickes Grinsen machte sich in seinen Gedanken frei. Sein Körper verriet jedoch nichts. Ein leichter Wind des Herbstes zog an dem weißen Hemd, dass nicht mehr ganz weiß war, weil sein Besitzer nicht wusste, wie man es wieder vernünftig weiß bekam. Die braune Hose saß dafür perfekt. Zwar wirkte seine Kleidung ziemlich harmlos und einfach wie einer der unteren Schicht, doch Cheveyo mochte es gar nicht mit dieser Schicht verglichen zu werden. Mit erhobenen Kinn und ziemlich selbstbewusst, fast schon selbst verliebt hörte er Alette zu und grinste etwas mehr.
"Nein. Dies ist keiner von Paris parks, Madame", antwortete er ihr endlich direkt, um ihr das Gefühl zu geben ein wenig Klarheit von ihm zu bekommen. "Und Frankreich auch längst nicht mehr."
Sein Blick wanderte wieder zu ihr und das Gold der Augen loderte ein wenig verheißungsvoll, während das Grinsen sich mehr ins Verdorbene zog. Er würde ganz bestimmt noch ein klein wenig Spaß mit ihr haben. Sie wirkte nicht nach der Art Frauen denen man in einer dunklen Gasse begegnete oder einer von denen die auf Ballsälen mehr konnten als mit den Augen zu klimpern und sich Luft zu zu fächeln. Eher der freundliche Typ, der einem Bettler ein Stückbrot anbieten würde. Perfekt. Sie würde ihn also bestimmt mit nehmen, wenn er ein wenig mit spielte.
"Ich kann sie jedoch gerne zu jemanden bringen, der ein wenig mehr weiß", meinte er nach ihrer zweiten Frage und trat einen Schritt beiseite und streckte seinen Arm mit offener Handfläche zum Rand der Lichtung in die Richtung wo sich das Dorf des Smaragdreiches befand. "Denn hier im Wald wimmelt es nur so von verzauberten und gefährlichen Tieren. Es ist nicht gut für eine junge Dame wie sie hier einfach alleine herum zu laufen."
Er kam ein Schritt näher und hatte seine Hände wieder auf dem Rücken verschränkt. Während wieder ein kleines Lüftchen an seiner Kleidung zog, genoss er noch die Strahlen der Sonne und nahm so viel Energie auf wie er nur halten konnte. Dabei bemerkte er den kühlen Wind kein Stücken. Nur ihr leichtes Zittern und die reibende Bewegung ihrer Hände an ihren Armen machte ihm klar, dass es wohl für andere kalt war. Als ein Feuerwesen merkte er nur schwer die Kälte. Selbst im Winter konnte er Problem los nur mit Hose und Hemd herumlaufen ohne das ihm kalt wurde. Es wurde nur dann sehr schwer, wenn ihm die Energie, seine inneren Flammen aus gingen und er keine Möglichkeit hatte die durch irgendeine Wärmequelle wieder aufzufüllen. Dabei war die Sonne wohl die wichtigste. Feuer verschwand einfach und auch die Hitze eines Kamins war nicht von langer Dauer, da er es einfach aufzog wie ein fast ertrunkener Mensch nach Luft schnappte.
"Dort gibt es ein kleines Dorf in dem sie sich aufwärmen können. Bis dahin könnten sie meinen Arm nehmen. Ich besitze eine außergewöhnliche warme Ausstrahlung müssen sie wissen", sprach er weiter und ignorierte ihre Frage ob er verfolgt wurde. Keiner verfolgte ihn. Außer jene die ihn aus dem Reich scheuchen wollten. Mal wieder. Aber es war sein Lieblingsplatz und Cheveyo würde sich niemals so leicht vertreiben wollen. Er tat schließlich schon immer das was er wollte ohne Rücksicht auf die anderen zu nehmen. Dies hatte auch nun zu seiner etwas misslichen Lage geführt, dass man ihn immer wieder verscheuchte. Aber er wusste sich zu helfen. So war sein leben schon viel angenehmer. Es gab noch immer Probleme wie früher, bestimmt sogar mehr, weil er mit seinem handeln einfach nur noch mehr veranstaltete. Zum Glück war das alles nichts neues für ihn.
Mit einem Lächeln und freundlichem Blick bot er ihr seinen Arm an, der durch das langarmige Hemd verhüllt war und die Tattoos seiner Haut versteckte. Nur an seiner Hand waren noch einige Symbole und Schlingen zu erkennen. Wie auch seine Füße waren seine Hände mit schwarzer Tinte übersät und die eigentliche brauche Haut nur noch durch die Lücken zu erkennen.
So wie sie wirkte wollte sie hier ziemlich schnell weg und etwas sicheres finden. Er hatte sie also leicht in der Tasche, dachte der Wandler während er schon siegessicher seinen Weg im Kopf plante wie er mit ihr am besten zum Dorf ging. Er würde sich etwas Zeit lassen. Um sie ein wenig besser kennen zu lernen und einzuschätzen. Dann würden sie auf Karu treffen und er konnte sich mit dem Mann einmal mehr nett unterhalten.
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BeitragThema: Re: Die große Lichtung   Die große Lichtung EmptyDi Dez 13, 2016 6:37 pm


Cheveyo Akecheta

Der Mann kam mir mehr und mehr suspekt vor. Nicht nur, dass er in Rätseln sprach, nein. Auch die Art, wie sich sein Grinsen mehr und mehr in die Breite zog, kam mir komisch vor. Ein großer, bemalter Mann mit einer ungewöhnlichen Ausstrahlung, der einfach so auftauchte und direkt auf mich zukam, um mit mir in Rätseln sprechend irgendwelche Spielchen zu spielen, die zu nichts zu führen schien. An wen war ich denn nun schon wieder geraten? Es war bisher oft genug vorgekommen, dass man mich, salopp gesagt, zu verscheißern versuchte. Mittlerweile hatte ich keine Lust mehr, dass man mich nur wegen meiner Größe und vielleicht auch wegen meiner leicht naiv scheinenden Art unterschätzte.
"Zu Jemandem, der mehr weiß...?" Ich runzelte die Stirn. Weswegen sollte er das tun? Er war immerhin derjenige, der vorzugeben schien mehr zu wissen. "Warum erzählen Sie mir nicht einfach wo ich bin? So wie Sie sich verhalten scheinen Sie doch Derjenige zu sein, der hier mehr weiß." Ich war allmählich leicht genervt, was aber wie bereits erwähnt den Umständen zu verschulden war. Zudem mochte ich Menschen nicht alles aus der Nase ziehen müssen. Bei dem Worten 'verzauberte und gefährliche Tiere' zog ich eine Augenbraue hoch. Ich glaubte eigentlich nicht an so etwas. Dazu dachte ich zu realistisch. Aber genau in dem Moment fiel mir wieder die Situation in Stockholm ein. Vielleicht war an dem Wort 'verzaubert' oder auch dem sich daraus ergebenden 'magisch' doch mehr dran, als ich glaubte.
Der Mann kam einen Schritt näher und stand damit direkt vor mir. Ich blieb nach wie vor an Ort und Stelle stehen. Ich wusste nicht, ob es mein Glaube an das Gute im Menschen war, der mich stehen bleiben ließ. Es hätte ja auch sein können, dass er mir irgendetwas tun wollte. Nur was würde ich dann machen?
Ich überlegte. Ein Ort zum Aufwärmen klang gut. Dennoch verstand ich nicht, warum er mich unbedingt zu Jemandem bringen wollte, der mehr wusste als er. Warum konnte dieser Mann mir nicht einfach sagen, wie dieser Ort hieß und wie ich hier wieder weg kam? Dass er nicht auf meine Fragen davor antwortete, nahm ich widerwillig hin. Das schien ja offenbar seine Art zu sein und diese Art gefiel mir nach wie vor nicht.
Ich war leicht überrascht, als mir der Unbekannte seinen Arm anbot. Auch wenn er nicht so aussah - mit seinem nicht ganz weißen Hemd und der einfachen branen Hose und den vielen Bemalungen auf seiner Haut - er hatte Manieren. Allerdings war es schon etwas länger her, dass ich mich mit Menschen umgeben hatte, die dieses Benehmen besaßen. Für gewöhnlich musste ich dieses 'männliche' Verhalten verwenden. Aber irgendwie musste man als Frau ja halbwegs unbeschadet durch die Welt kommen. Eine gewöhnliche und alleine reisende Frau hätte man längst irgendwo hingeschickt, sodass die Reise für sie vorbei war. Nach Hause oder in ein Heim, in dem man die Frauen mit fremden Kindern beschäftigte und was weiß ich was es noch für Geschichten gab. Aber der Unbekannte wusste ja nun schon auf dem ersten Blick, dass ich kein Mann war. Die Menschen in den Städten waren da leichter an der Nase herumzuführen. Trotz dessen nahm ich nur zögerlich das Angebot an und griff nach seinem Arm. Er hatte wirklich eine deutlich wärmere Ausstrahlung als gewönliche Menschen. Er hatte fast die gleiche Ausstrahlung wie das Wesen, dem ich vorhin begegnet war. Nur nicht ganz so stark.
Ich hielt inne. Ich wollte es nicht so ganz wahr haben, beziehungsweise es wollte nicht so ganz in meinen Kopf hinein, aber konnte es sein, dass er das Wesen war? In meinen Augen, war mein Unglauben berechtigt. Oder irrte ich mich doch komplett? Eine Eingebung war ja nun kein Beweis, dass so etwas existierte. Aber was machte ich dann in dieser Welt, die ja nun definitiv nicht Paris war?
Ich ließ den Arm des Unbekannten abrupt los. Auch wenn mir die Frage seltsam und auch leicht unnatürlich vorkam, beschloss ich sie zu stellen: "Haben Sie vorhin ein... fremdartiges Wesen gesehen? Eine Art Hirsch? Es verschwand in der Richtung, aus der Sie kamen." Ich blickte den Fremden an. Er musste es gesehen haben. So ein großes Wesen mit einer ungewöhnlichen Färbung einem ebenso ungewöhnlichen Körperbau übersah man nicht einfach so.

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